Barf Shop Lage

 

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Barf – was ist das eigentlich?

Barf ist die Abkürzung für „biologisch artgerechte Rohfütterung“ oder englisch „bone and raw food“. Die englische Bezeichnung „Knochen und Roh Futter“ erklärt schon das Prinzip: Der Hund wird statt mit industriell hergestelltem Fertigfutter mit Knochen, Fleisch und Innereien ernährt, oft ergänzt durch Obst, Gemüse oder Ähnliches.

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Was ist der Vorteil von Barf?

Vorweg: Auch mit industriell hergestelltem Futter können Sie Ihren Hund ein Leben lang ernähren, in vielen Fällen sogar ohne Probleme bzw. Nebenwirkungen.

Aber:

Industriell hergestelltes Futter, egal in welcher Preisklasse oder von welchem Hersteller, kommt niemals ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Selbst wenn Sie bislang ein Futter mit einem hohen Fleischanteil, evtl. sogar getreidefrei, füttern, finden Sie auf der Verpackung Hinweise auf künstliche Zusatzstoffe wie zum Beispiel verschiedene Vitamine. Diese Vitamine werden in internationalen Einheiten (i.E.) angegeben und müssen in jedem Fertigfutter enthalten sein. Grund ist der Herstellungsprozess von Fertigfutter: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Fertigfutter erhitzt werden muss, um Krankheitserreger abzutöten. Dadurch werden natürlich wichtige und gesunde Stoffe wie Vitamine ebenfalls vernichtet und müssen künstlich wieder ergänzt werden. Stellen Sie sich vor, Sie essen jeden Tag eine Mahlzeit, die Sie vorher stundenlang gekocht haben – die können Sie zwar noch essen, Sie werden auch satt, aber Vitamine und Mineralstoffe sind nicht mehr darin enthalten. Um das auszugleichen, gehen Sie zur Apotheke und kaufen Tabletten mit Vitaminen und Mineralien – so können Sie zwar überleben und sind mit allem versorgt, was der Körper braucht, aber niemand würde diese Ernährung gegen frisches abwechslungsreiches Essen eintauschen wollen.

Viele Hunde reagieren mittlerweile allergisch auf Inhalts- und Zusatzstoffe, die in Fertigfutter enthalten sind. Die künstlichen Zusatzstoffe sind nur ein Teil des Problems, oft sind im Futter Bestandteile enthalten, die zwar für den Hersteller recht günstig, für den Hund aber mindestens überflüssig, wenn nicht sogar auf Dauer schädlich sind. So ist oft zum Beispiel ein hoher Getreideanteil vorhanden, der den Organismus des Hundes belastet.

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Barf ist frei von künstlichen Zusatzstoffen, es enthält weder Farb- noch Konservierungsstoffe und ist in der Regel getreidefrei. Hunde sind keine Getreidefresser (oder haben Sie schon mal einen Hund genüsslich auf dem Feld am Hafer knabbern sehen?), gelegentliche Snacks in Form von Obst oder Gemüse werden aber in der Regel gerne genommen.

Sollte Ihr Hund sein bisheriges Futter gut vertragen, Sie ihn aber dennoch auf Barf umstellen wollen, werden Sie innerhalb weniger Tage Veränderungen feststellen: Die Kotmenge wird deutlich geringer und vom Geruch „angenehmer“. Natürlich duftet der Kot dann immer noch nicht nach Rosen, aber Sie werden feststellen, dass Sie Ihre Augen und nicht mehr Ihre Nase benutzen müssen, um die Haufen zu finden. Das Fell wird glänzender, dichter und weicher. Viele eher etwas träge Hunde werden agiler, wohingegen „hyperaktive“ Hunde oft etwas gelassener werden. Die Bildung von Zahnstein wird in der Regel deutlich reduziert. Das Risiko von Adipositas (Übergewicht) und Diabetes verringert sich. Dadurch, dass sich das Verdauungssystem des Hundes nicht auf einseitige Ernährung beschränken muss und somit mehr unterschiedliche Enzyme zur Verdauung produziert, kommt es nicht mehr zu Durchfall, wenn Ihr Hund mal etwas Ungewohntes frisst.

Sollten Sie einen Hund haben, der auf Fertigfutter allergisch oder unverträglich reagiert (Allergien und Unverträglichkeiten äußern sich zum Beispiel in „dreckigen“ Ohren, vermehrten Eigengeruch, roter Haut, „Liegeschwielen“ an den Ellenbogen, Mundgeruch, Schuppen, Ekzeme…) können Sie mit Barf den Auslöser für die Allergie/Unverträglichkeit umgehen und die Symptome verbessern sich in der Regel bald. Allerdings muss klar sein, dass Barf kein Allheilmittel ist und nicht den Gang zum Tierarzt ersetzt!

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Ist das nicht sehr teuer und kompliziert?

Beim Futter ist es wie mit allen Dingen: Qualität hat ihren Preis.

Wenn Sie bislang Discounter Futter füttern, werden Sie für Barf etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Falls Sie bis jetzt ein „Premium Futter“ mit hohem Fleischanteil geben, wird Barf nicht teurer, evtl. sogar günstiger sein.

Man kann das Füttern mit Barf sehr kompliziert angehen und es als Wissenschaft betrachten. Hier 2 Gramm eines wunderbaren Pülverchens, dort ein Tropfen eines exquisiten Öls – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann aber einen erwachsenen gesunden Hund auch ohne großen Aufwand unter Beibehaltung recht einfacher grundlegender Regeln ernähren. Die wichtigste dieser Regeln ist „Abwechslung“. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie unterschiedliche Fleischsorten verschiedener Tiere (inkl. Innereien und Knochen) bevorraten, so stellen Sie eine ausgewogene Ernährung sicher. Für Hunde mit besonderen Bedürfnissen (Wachstum, Trächtigkeit/Laktation, Alter) finden Sie bei mir entsprechende Ergänzungen, die Sie ohne Mühe der täglichen Ration zufügen können. Selbstverständlich berate ich Sie auf Wunsch gerne und unverbindlich!

Da Sie bei mir keine Mindestabnahme haben, stehen Sie nicht vor dem Problem der Bevorratung größerer Mengen. Ausnahme ist die Lieferung, hierfür gilt eine Mindestabnahme von 10 Kilo. Auch außerhalb meiner Standard Öffnungszeiten biete ich Beratung und Verkauf nach Absprache an, rufen Sie mich einfach an.

Sie planen einen Urlaub und können kein Barf mitnehmen? Sprechen Sie mich an, wir finden eine Lösung!

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